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Kindersitzgruppe

KindersitzgruppeWas ist eine Kindersitzgruppe? Das wird sich so manch ein stolzer Elternteil fragen, wenn er sich nach einem für sein Kind passenden Kindersitz umschaut. Und diese Frage hat durchaus ihre Berechtigung, insbesondere dann, wenn man in punkto Kindersitz noch nicht so gut im Bilde ist. Das ist aber kein Grund, zu verzweifeln! Unter dem Begriff Kindersitzgruppe versteht man lediglich einzelne Kindersitze, die einer bestimmten Normgruppe zugeteilt werden. Die einzelnen Normgruppen wiederum lassen sich zurückführen auf die ECE Normen R 44/04 sowie R 129. Danach unterscheidet man in der Praxis zwischen den Normgruppen 0/0+, 1, 2 und 3. Hierbei werden je nach Gewicht bzw. Körpergröße die Kinder den einzelnen Normgruppen zugeordnet. Es handelt sich also um eine Orientierungshilfe, um den für Ihr Kind passenden Kindersitz zu finden. Das ist schon alles, was sich hinter dem Begriff Kindersitzgruppe verbirgt. Das ist schon alles, was sich hinter dem Begriff Kindersitzgruppe verbirgt: Kindersitze einer bestimmten Normgruppe. Viel interessanter ist allerdings die Frage, was nun eine gute Kindersitzgruppe ausmacht. Hierbei geht es darum, die typischen Qualitätskriterien, die die Kindersitze einer jeweiligen Normgruppe aufweisen sollten, darzustellen. Das wollen wir im Folgenden tun. Darüber hinaus möchten wir Ihnen auch erläutern, wo genau die Unterschiede zwischen den verschiedenen Kindersitzgruppen bestehen. Und: Wir geben Ihnen wertvolle Tipps, worauf Sie beim Kauf einer Kindersitzgruppe achten sollten. Mit diesem Wissen werden Sie sich ganz sicher für die richtige Kindersitzgruppe entscheiden.

Was zeichnet eine gute Kindersitzgruppe aus?

Eine gute Kindersitzgruppe zeichnet sich durch Qualitätskriterien aus, die übergreifend für alle Gruppen gelten. Neben einem möglichst hohen Sicherheitsniveau sind dieses eine gute Ergonomie, ein hoher Bedienkomfort und eine qualitativ hochwertige Verarbeitung. Darauf möchten wir im Folgenden näher eingehen.

So ist das A und O einer jeden Kindersitzgruppe ein hoher Sicherheitsstandard. Der Sicherheitsaspekt hat also eine elementare Bedeutung für jede Kindersitzgruppe. Stellt sich nur die Frage, woran Sie ein hohes Sicherheitsniveau bei einer Kindersitzgruppe erkennen wollen. Denn das kann insbesondere dann Schwierigkeiten bereiten, wenn Sie nicht mit dieser Materie vertraut sind. Aber keine Sorge! Wir helfen Ihnen, das jeweilige Sicherheitsniveau der Kindersitzgruppe ermitteln zu können. So müssen Sie sich von keiner Produktbeschreibung in die Irre führen lassen! Sie erkennen eine Kindersitzgruppe, die über ein hohes Sicherheitsniveau verfügt, nämlich vor allem an den niedrigen Belastungswerten, die sie bei einem möglichen Front- oder Seitenaufprall aufweist. Diese Belastungswerte werden in sogenannten Speziallabors ermittelt und geben Ihnen einen objektiven und seriösen Anhaltspunkt für das jeweilige Sicherheitsniveau.

Des Weiteren lohnt sich bei jeder Kindersitzgruppe auch ein Blick auf die sonstige Sicherheitstechnologie. Wird beispielsweise auf die sogenannte Fangkörpertechnologie zurückgegriffen, zeugt dies ebenfalls von einem hohen Sicherheitsniveau. Dies lässt sich folgendermaßen erklären: Die Fangkörpertechnologie zeichnet sich dadurch aus, dass die Kräfte bei einem möglichen Aufprall über den sogenannten Fangkörper verteilt und durch energieabsorbierende Materialien reduziert werden. Wenn Sie so wollen, können Sie diese Fangkörpertechnologie mit einem aufgeblasenen Airbag vergleichen, der die Kräfte bei einem Unfall ebenfalls deutlich reduziert. Und: Die besondere Ergonomie des Fangkörpers reduziert darüber hinaus auch mögliche Belastungen im Bauchbereich, die bei einem Unfall auftreten können und verhindert überdies das Herausrutschen Ihres Kindes bei einem möglichen Überschlag.

Weiterhin ist in punkto Sicherheitstechnologie das sogenannte ISOFIX System hervorzuheben. Auch das ist für jede Kindersitzgruppe erhältlich. Das ISOFIX System ist nämlich ein besonderes Befestigungssystem, das die Kindersitzgruppe mit der fahrzeugeigenen Karosserie verbindet. Dadurch ist die Kindersitzgruppe derart fest mit dem Autositz verankert, dass bei einem möglichen Aufprall ein Herumschleudern durch das Fahrzeuginnere nahezu ausgeschlossen ist. Ein weiterer Vorteil des ISOFIX Systems: Die Bedienung ist äußerst einfach!

Und damit wären wir auch schon bei dem Bedienkomfort. Es gibt mehrere Faktoren, die Ihnen garantieren, dass der Bedienkomfort bei einer Kindersitzgruppe möglichst hoch ausfällt. Im Rahmen des ISOFIX Systems haben wir bereits die einfache Handhabe hervorgehoben. Das ist ein Umstand, den Sie nicht unterschätzen sollten.

Unser Tipp: Eine einfache Handhabe hat einen entscheidenden Vorteil: Die Gefahr einer Fehlbedienung wird deutlich gemindert. Das ist ein Vorteil, der sich auch positiv auf das Sicherheitsniveau auswirkt. Statistiken belegen, dass viele Unfallverletzungen nicht zuletzt auf einen Bedienungsfehler zurückzuführen sind.

Aber was meinen wir genau mit einfache Handhabe? Zum einen ist, wie unsere Ausführungen zum ISOFIX System bereits gezeigt haben, hiermit die Montage der Kindersitzgruppe im Auto gemeint. Nur wenn diese einfach von der Hand geht, werden Sie an der Kindersitzgruppe Ihre Freude und das gute Gefühl haben, alles richtig gemacht zu haben. Aber auch der Anschnallvorgang selbst sollte möglichst komplikationslos über die Bühne gehen. Gerade in diesem Bereich kann eine Fehlbedienung verheerende Folgen für die Gesundheit Ihres Kindes haben! Überdies sollen natürlich auch Ihre Bedürfnisse als Elternteil nicht zu kurz kommen. Daher ist es sehr vorteilhaft, wenn das Eigengewicht der jeweiligen Kindersitzgruppe überschaubar ist. Dies garantiert Ihnen nämlich ein Mindestmaß an Tragekomfort. Ein Umstand, der vor allem dann sehr nützlich sein kann, wenn Sie auf häufige Fahrzeugwechsel angewiesen sind.

Und schließlich ist eine gute Ergonomie als wesentliches Qualitätskriterium anzuführen. Auch dieses gilt ausnahmslos für jede Kindersitzgruppe. Das ist insbesondere deshalb von großer Bedeutung, weil in so manch einer Kindersitzgruppe Ihr Kind gekrümmt sitzt und diese Position zur Verkümmerung der Wirbelsäule führen kann. Zudem drückt das Gewicht Ihres Kindes regelmäßig nicht auf den ganzen Rumpf, sondern auf die Lendenwirbel. Daher ist es von großer Bedeutung, dass man gegen mögliche Gesundheitsschäden, die daraus resultieren können, mit einer bestmöglichen Ergonomie entgegenwirkt. Demzufolge sollte besonders viel Wert auf eine gute Polsterung, eine angenehme Beinauflage und auf eine komfortable Kopfstütze gelegt werden.

Darüber hinaus zeichnen sich gute Kindersitze einer jeden Kindersitzgruppe durch eine qualitativ hochwertige Verarbeitung aus. Das gilt insbesondere dann, wenn ein Kindersitz nicht nur einer einzelnen Kindersitzgruppe zuzuordnen ist, sondern als so genannter mitwachsender Kindersitz eine gruppenübergreifende Zuordnung erfährt. Diese mitwachsen Kindersitze zeichnen sich also durch eine erheblich längere Nutzungsdauer über mehrere Jahre aus. Dann ist es aber auch zwingend erforderlich, dass diese Kindersitze qualitativ derart hochwertig verarbeitet sind, dass sie dieser langjährigen Nutzung standhalten können.

Welche Arten von Kindersitzgruppen sind zu unterscheiden?

Jede Kindersitzgruppe ist, wie wir eingangs bereits angedeutet haben, von anderen Kindersitzgruppen zu unterscheiden. Maßgeblich sind insoweit die einzelnen Normgruppen, die sich auf Grundlage der ECE Regelung R 44/04 bzw. der I-Size-Norm R 129 herausgebildet haben. Im einzelnen sind das folgende Normgruppen:

  • i-Size: bis 23 kg, Körpergröße 40 cm bis 105 cm, ab Geburt bis 4 Jahre
  • Gruppe 0/0+: bis 13 kg, Körpergröße bis 75 cm, Geburt bis 1 Jahr
  • Gruppe I: 9 bis 18 kg, Körpergröße 75 cm bis 100 cm, 1 bis 4 Jahre
  • Gruppe II: 15 bis 25 kg, Körpergröße bis 1,25 m, 3,5 bis 7 Jahre
  • Gruppe III: 25 bis 36 kg, Körpergröße bis 1,50 m, 7 bis 12 Jahre

Wie Sie diese Auflistung entnehmen können, unterscheiden sich diese einzelnen Normgruppen in Gewicht bzw. Körpergröße des Kindes. Dies ermöglicht eine erste Einordnung, was wiederum äußerst wichtig für die Wahl des richtigen Kindersitzes ist.

Unser Tipp: Soweit wir in unserer Auflistung auch auf das Alter des Kindes abstellen, handelt es sich nur um eine weitere Orientierungshilfe. Auf das Alter stellen die vorgenannten ECE-Normen jedoch gerade nicht ab. Diese sollten Sie zwingend beachten. Für die finale Auswahl ist es also nicht relevant. Ohnehin sollte es letztendlich allein darauf ankommen, dass die jeweilige Kindersitzgruppe auch tatsächlich zu Ihrem Kind passt. So kann es immer mal wieder zu individuellen Abweichungen kommen.

Worauf muss ich beim Kauf von einer Kindersitzgruppe achten?

Stellt sich abschließend die Frage, worauf Sie beim Kauf von einer Kindersitzgruppe achten sollten. Zum einen sind dieses die oben erläuterten Qualitätskriterien, die übergreifend für jede Kindersitzgruppe ihre Gültigkeit haben.

Darüber hinaus sollte jede Kindersitzgruppe über einen gültigen Prüfsiegel gemäß der ECE Normen verfügen. Bei der ECE Norm R 44/04 handelt es sich insoweit um eine orangefarbene Prüfplakette.

Und: Wir raten Ihnen davon ab, beim Kauf einer Kindersitzgruppe auf ein gebrauchtes Exemplar zurückzugreifen. Dabei ist uns durchaus bewusst, dass die Anschaffungskosten für eine Kindersitzgruppe schnell auch etwas höher ausfallen können. Allerdings können Sie bei einem gebrauchten Exemplar nie mit 100-prozentiger Sicherheit ausschließen, ob es nicht vielleicht Vorschädigungen aufweist, die Sie mit dem bloßen Auge gar nicht wahrnehmen können, die in sicherheitstechnischer Hinsicht aber gravierende Folgen haben können. Zudem können Sie beim Kauf einer neuen Kindersitzgruppe davon ausgehen, dass diese den neuesten Sicherheitsstandards entspricht. Ohnehin sollte der Sicherheitsaspekt das deutlich stärkere Kaufargument sein.

Fazit
Unter dem Begriff Kindersitzgruppe versteht man einzelne Kindersitze, die einer bestimmten Normgruppe zugeteilt werden. Die einzelnen Normgruppen wiederum lassen sich zurückführen auf die ECE Normen R 44/04 sowie R 129. Danach unterscheidet man in der Praxis zwischen den Normgruppen 0/0+, 1, 2 und 3. Hierbei werden je nach Gewicht bzw. Körpergröße die Kinder den einzelnen Normgruppen zugeordnet. Es handelt sich also um eine Orientierungshilfe, um den für Ihr Kind passenden Kindersitz zu finden. Letztlich sollte aber allein maßgebend sein, ob der jeweilige Kindersitz auch tatsächlich zu Ihrem Kind passt. Schließlich ist jedes Kind einzigartig! Eine gute Kindersitzgruppe zeichnet sich durch die gängigen Qualitätskriterien aus, die übergreifend für alle Gruppen gelten. Neben einem möglichst hohen Sicherheitsniveau sind dieses eine gute Ergonomie, ein hoher Bedienkomfort und eine qualitativ hochwertige Verarbeitung. Auf das Vorhandensein dieser Qualitätskriterien sollten Sie beim Kauf also besonders achten! Darüber hinaus sollte jede Kindersitzgruppe über einen gültigen Prüfsiegel gemäß der ECE Normen verfügen. Bei der ECE Norm R 44/04 handelt es sich insoweit um eine orangefarbene Prüfplakette. Überdies empfehlen wir Ihnen nicht, beim Kauf einer Kindersitzgruppe auf ein gebrauchtes Exemplar zurückzugreifen. Sie können beispielsweise nie wissen, ob es unsichtbare Vorschädigungen aufweist. Wenn Sie all diese Punkte berücksichtigen, brauchen Sie sich über die Anschaffung des richtigen Auokindersitzes keine Gedanken mehr zu machen!